U.S. Embassy Berlin: Fünf Dinge, die Sie über #COP21 wissen sollten - Five Things You Need To Know About #COP21

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WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Ann Hunter-Pirtle und Ashley Allen zur Weltklimakonferenz #COP21, der am 29. November 2015 auf DipNote, dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums, erschien. Die Autoren sind im Bureau of Oceans and International Environmental and Scientific Affairs (OES) des US-Außenministeriums tätig.


Bild des Eiffelturms inmitten eines erleuchteten Globus am Flughafen LeBourget in Paris (Frankreich), 29. November 2015

Am Montag, dem 30. November 2015, beginnt in Paris (Frankreich) die 21. Konferenz der Vertragsparteien (Conference of the Parties – COP-21) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC).

Es gibt fünf Dinge, die Sie über COP-21 und über die Bedeutung weltweiter Maßnahmen zum Schutz des Klimas wissen sollten.

  1. Konferenzen der Vertragsparteien – oder COPs – finden seit der ersten Konferenz in Berlin im Jahr 1995 jedes Jahr im Rahmen der UNFCCC statt. Die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) hat 196 Vertragsparteien – 195 Staaten und die Europäische Union.

 


Blick in den Konferenzsaal des Berliner Kongresszentrums, mit Delegierten aus mehr als 130 Ländern bei der Eröffnungssitzung des UN-Klimagipfels in Berlin, 28. März 1995 [Foto AP]

Die UNFCCC wurde 1992 in Rio de Janeiro (Brasilien) auf dem Erdgipfel in Rio verabschiedet, auf dem die Länder die Notwendigkeit anerkannt haben, die Erderwärmung zu begrenzen. Seit sich die Länder zum ersten Mal 1995 in Berlin auf der COP-1 trafen, kommen sie jährlich zusammen. Während der zweiwöchigen Verhandlungen versammeln sich die Staaten, um bei wichtigen Klimafragen einen Konsens zu erzielen und einen Weg aufzuzeigen, wie die gefährlichen Konsequenzen der Erderwärmung weltweit eingedämmt werden können.

 

  1. Auch, wenn diese Verhandlungen jährlich stattfinden, unterscheidet sich die COP-21 von den anderen Konferenzen. In Paris besteht die einmalige Chance, eine Klimavereinbarung für alle Länder zu erzielen.

Weitere Informationen zu COP21 erhalten Sie unter www.state.gov/cop21

Darauf wurde bei früheren COPs hingearbeitet. 1997 wurde auf der COP-3 in Kyoto (Japan) das Kyoto-Protokoll ausgearbeitet, im Rahmen dessen sich die Industrieländer bereit erklärten, ihre Kohlendioxidemissionen zu begrenzen. Die COP-13 in Bali brachte einen Fahrplan für die Zeit nach Ablauf des Kyoto-Protokolls hervor. Auf der COP-15 2009 in Kopenhagen verpflichteten sich die Länder, die Erderwärmung auf 2° Celsius zu begrenzen. In Durban (Südafrika) wurde auf der COP-17 der Weg für das universelle Abkommen geebnet, das in Paris angestrebt wird. Die Weichen sind gestellt und ein Abkommen ist in Sicht, wenn die Länder diese Gelegenheit ergreifen.

Was ist dieses Mal anders? Etwa 180 Länder haben bereits Vorschläge unterbreitet, wie sie ihre Treibhausgasemissionen senken können. Nie zuvor sind so viele Länder – Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen – derartige Verpflichtungen eingegangen.

Die Führungsstärke der Vereinigten Staaten hat dazu beigetragen, ein solches Ausmaß internationaler Bereitschaft zu mobilisieren – unter Präsident Obama unternehmen die Vereinigten Staaten wesentliche Schritte zur Reduzierung ihres Kohlendioxidausstoßes. Seit der Präsident sein Amt antrat, produzieren die Vereinigten Staaten dreimal so viel Windenergie und zwanzigmal so viel Solarenergie. Die Vereinigten Staaten verdoppeln bis 2025 die Strecke, die ihre PKWs mit einer Tankfüllung zurücklegen können. Und der Clean Power Plan, der bedeutendste Schritt, den die Vereinigten Staaten jemals zur Bekämpfung des Klimawandels unternommen haben, wird den Kohlendioxidausstoß durch den Energiesektor – der ein Drittel der Emissionen in den Vereinigten Staaten ausmacht – bis 2030 um 32 Prozent unter das Niveau von 2005 senken.

Weil die Vereinigten Staaten signifikante Maßnahmen im eigenen Land ergreifen, nehmen sich andere Nationen des Klimawandels nun mit einer neuerlichen Dringlichkeit an. In den vergangenen Jahren haben die Vereinigten Staaten zusammen mit China, Brasilien und Indien bilateral Maßnahmen angekündigt, wobei jedes Land zustimmte, die eigenen Kohlendioxidemissionen maßgeblich zu senken.

  1. Die Regierung, darunter auch Präsident Obama, Außenminister Kerry und der Sonderbeauftragte für die Bekämpfung des Klimawandels, Todd Stern, setzen sich alle für ein ehrgeiziges Abkommen ein.

 


Präsident Barack Obama erläutert seinen Clean Power Plan im East Room im Weißen Haus in Washington, 3. August 2015 [Foto AP]

Erstens sollte das Abkommen alle Länder einbinden. Zweitens sollte die Vereinbarung einen langfristigen Rahmen dafür vorsehen, dass die Länder ihre Ziele mit der Zeit auf transparente Art und Weise höherstecken, wobei hohe Standards für die Rechenschaftspflicht gelten und bis Ende des Jahrhunderts der Wandel hin zu einer emissionsarmen Wirtschaft angestrebt werden sollte. Drittens sollte die Vereinbarung für die Länder, die dies am dringendsten benötigen, dauerhafte finanzielle und technische Unterstützung mobilisieren, mit dem Ziel einer emissionsarmen Entwicklung und Anpassung an den Klimawandel.

 

  1. Es ist Zeit zu handeln. Die Welt ist bereit dazu.

 


Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand, der nahe Fresh Pond (Kalifornien) mehr als 7.200 Hektar Land vernichtete, 17. September 2014 [Foto AP]

Jedes Land der Erde spürt heute die Auswirkungen des Klimawandels. Von stärkeren Stürmen zu verheerenderen Dürren, von extremeren Waldbränden zu häufigeren Überschwemmungen, vom Anstieg des Meeresspiegels zu höheren Temperaturen – der Klimawandel bedroht die Gesundheit der Menschen, die Wirtschaft und die nationale Sicherheit in jedem Land. Glücklicherweise wissen die führenden Politiker weltweit – wie die enorme Anzahl an eingereichten „geplanten national festgelegten Beiträgen“ (Intended Nationally Determined Contributions – INDCs) beweist – zunehmend wie dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen.

 

Wie Präsident Obama sagte, sind wir die erste Generation, die die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommt und die letzte, die etwas dagegen unternehmen kann. Die führenden Politiker müssen jetzt handeln.

  1. In Paris ergriffene Maßnahmen sind nicht das Ende des Weges, sondern lediglich ein Meilenstein. Die Staaten müssen angesichts fortschreitender technischer Entwicklung und sich verändernder Märkte regelmäßig an den Verhandlungstisch zurückkommen.

 


Ein Mann geht in South Burlington (Vermont) an einem Solartracker entlang, 27. Juli 2011 [Foto AP]

Wir haben in nur wenigen Jahren unglaubliche Fortschritte auf dem Gebiet von Technologien zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen erlebt, und wir sind davon überzeugt, dass dieser Trend anhalten wird. So ist beispielsweise die Solarindustrie schneller gewachsen und hat mehr Arbeitsplätze geschaffen als jeder andere Sektor in der US-Volkswirtschaft, und zwar gut bezahlte Arbeitsplätze in der Mittelschicht, die nicht ins Ausland verlagert werden können.

Große Unternehmen auf der ganzen Welt wissen nun, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht nur richtig, sondern auch profitabel sind. Der Klimawandel bedroht die Rohstoffe, Lieferketten, Einrichtungen und Arbeitskräfte von Unternehmen, während Maßnahmen gegen den Klimawandel zu Innovationen, der Schaffung von Arbeitsplätzen und Vermeidung von Kosten führen.

Deshalb unterstützen große Konzerne den Kampf gegen den Klimawandel. 81 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als fünf Billionen US-Dollar haben die Erklärung American Business Act on Climate unterzeichnet. Marken wie Walmart, Coca-Cola, die Bank of America und Google setzen sich für ein starkes Ergebnis in Paris ein und stecken sich ehrgeizige, unternehmensspezifische Ziele wie die Verringerung von Kohlendioxidemissionen von bis zu 50 Prozent, die Senkung des Wasserverbrauchs von bis zu 80 Prozent und den Bezug von Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien.

In diesem Dezember hat die Welt in Paris die einzigartige Chance zu handeln. Die Notwendigkeit ist eindeutig. Die Zeit ist gekommen. Über DipNote erfahren Sie den aktuellen Stand der Verhandlungen, die vom 30. November bis 11. Dezember 2015 stattfinden.

Originaltext: Five Things You Need To Know About #COP21

http://blogs.state.gov/stories/2015/11/29/five-things-you-need-know-about-cop21